22 | Motiv aus dem Querumer Eichenwald

1792Johann Freidrich Weitsch(Hessendamm 1723–1803 Salzdahlum) Öl auf Leinwande Nördlich von Braunschweig bei Querum befand sich im 18. Jahrhundert ein heute nicht mehr erhaltener großer Eichenwald. Er bestimmte als Motiv das Alterswerk von Weitsch. In strengem Muster führen parallele Baumreihen diagonal in die Tiefe. Idyllische Staffage und Sonnenunter- gang sind von idealen italianisierenden Landschaften beeinflusst. View […]

Motiv aus dem Querumer Eichenwald: Überarbeitung während des Entstehungsprozesses

Mit Hilfe der Infrarotreflektografie konnten bei dem Leinwand- gemälde Querumer Eichenwald mehrere Pentimenti sichtbar gemacht werden (s. Leuchtkasten). Das Gemälde aus dem Jahr 1792 zeigte ursprünglich in der unteren Bildmitte eine nach links gewandte Frau, die hinter den dargestellten Kühen stand. Sie wurde später vom Künstler wieder übermalt. Links hinter der Frauengestalt ist schemenhaft eine […]

… EIN WALD WIE DIESER, ODER NOCH GRÖSSER,

ist ein großer Unterschied, die Natur ist mehr ausge- drückt… dahero arbeite ich zu meiner Ehre lieber große, als kleine…“ … A FOREST LIKE THIS, OR EVEN LARGER, makes a big difference; nature is more in full display … so to my credit I prefer to work large, rather than small …” (Pascha Johann Friedrich […]

Gebirgslandschaft: Ehemals als Gedenkbild angelegt

Inv.-Nr. GG 645, Infrarotaufnahme mit nachgezeichnetem Grabmal und sitzender Figur, Detail Die Infrarotreflektografie brachte am rechten Bildrand des Leinwandgemäldes Gebirgslandschaft ein monumentales Steingrabmal in Form eines Sarkophags mit einer Säule zu Tage (s. Leuchtkasten). Es war im dunklen Höhleneingang platziert und wurde von dem Felsen, der sich am Bildrand emporstreckt, leicht verdeckt. Davor saß ein […]

21 | Gebirgslandschaft

1801 Pascha Johann Friedrich Weitsch (Hessendamm 1723–1803 Salzdahlum) Öl auf Leinwand HAUM, Inv.-Nr. GG 645 Reale Naturerfahrung und Inspiration aus der barocken holländischen Landschaftsmalerei verbinden sich glücklich in diesem Werk. Das warme Licht und die phantasievolle Felskulisse erinnern an ein Gemälde von Nicolaes Berchem (1621–1683) aus der kurfürstlichen Galerie Düsseldorf, das Weitsch 1770 kopiert hatte. […]

20 | Wasserfall mit Bergschloss

Vorbild um 1660–1665 Jacob van Ruisdael (Haarlem 1628/29 – 1682 Amsterdam) Öl auf Leinwand HAUM, Inv.-Nr. GG 377 Ruisdaels Wasserfälle reißen uns beinahe im wortwörtlichen Sinn mit. Ursprünglich, im Barock, waren sie als Sinnbilder für das Gefahrvolle, das Wechselhafte des menschlichen Lebens gedacht. Für die Zeitgenossen von Weitsch trat die Empfindung, der angenehme Schauer angesichts […]

19 | Landschaft mit Wasserfall

1795 Pascha Johann Friedrich Weitsch (Hessendamm 1723–1803 Salzdahlum) Öl auf Leinwand HAUM, Inv.-Nr. GG 769 Weitsch paraphrasiert hier im bescheidenen Format zwei „Wasserfälle“ von Jacob van Ruisdael, die seit 1738 in der von ihm verwalteten Galerie in Salzdahlum hingen. Die Dynamik und Energie der Vorbilder erreicht er mit seiner „Fingerübung“ jedoch nicht. Die Gischt ist […]

FOLGEN SIE KEINEM MEISTER,

wer der auch sei, man bleibt hinter und man läuft nur nach, jene holt man nicht ein.“ DON’T FOLLOW ANY MASTER, whoever he may be, for you will always be one step behind, forever unable to catch up with him.” (Pascha Johann Friedrich Weitsch, 27.6.1799, Brief an den Kunstsammler Peter Reinhold von Sivers in Riga) […]

1788 wurde Pascha Weitsch

1788 wurde Pascha Weitsch herzoglicher Galerie-Inspektor auf Schloss Salzdahlum. Seit Beginn seiner künstlerischen Laufbahn war er mit der Sammlung vertraut, hier hatte er sich durch das Kopieren der Alten Meister selbst zum Maler ausgebildet. Sein Amtsvorgänger, der Maler Ludwig Wilhelm Busch, öffnete ihm die Sammlung und vermittelte vielleicht auch handwerkliche Aspekte des Malens. Noch in […]

Als Eichenwald-Maler

Als Eichenwald-Maler ging Weitsch mit seinem Spätwerk in die Kunstgeschichte ein. Seit ungefähr 1770 schuf er zahlreiche Varianten, die bei Kunstsammlern sehr gefragt waren. Lambert Krahe, Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie, bot ihm dafür sogar eine Stelle als Akademie- Professor an, Weitsch lehnte aus Heimatliebe ab. Er schickte jedoch seine Eichenwälder regelmäßig zu Ausstellungen der Düsseldorfer […]